JLPP

Juvenile laryngeal paralysis and polyneuropathy* (JLPP)
(Erbgang: autosomal-rezessiv)
Die sogenannte “Juvenile laryngeal paralysis and polyneuropathy” oder JLPP ist eine Erbkrankheit, die bei betroffenen Tieren bereits ab einem Alter von drei Monaten zu Atemschwierigkeiten bei Aufregung oder körperlicher Anstrengung führt. Ebenso fällt eine Veränderung des Bellens auf. Im weiteren Verlauf der Krankheit entwickeln sich Schwäche und Koordinationsprobleme der Hinterläufe, was sich langsam auch in die Vorderläufe ausweitet. Schwierigkeiten beim Schlucken treten ebenso auf, was die Gefahr von Erstickung oder Lungenentzündungen birgt. Die Krankheit ist nicht heilbar und führt bereits nach wenigen Monaten nach Auftreten der Symptome zum Tod.
(Quelle: laboklin)

Hyperurikosurie und Hyperurikämie
(SLC) oder (HUU)

(Erbgang: autosomal-rezessiv)
Die Hyperurikosurie und Hyperurikämie ist eine von Geburt an auftretende Veränderung im Purinstoffwechsel. Normalerweise wird dabei vom Hund Allantion als Endprodukt ausgeschieden, Hunde die die Mutation im SLC2A9-Gen homozygot tragen scheiden wesentlich weniger Allantoin und mehr Harnsäure aus (Hyperurikosurie). Ebenso wie im Harn ist der Gehalt an Harnsäure im Plasma um das 2- bis 4-fache höher als bei gesunden Hunden (Hyperurikämie).
Da die Harnsäure weniger gut wasserlöslich ist als Allantoin, können höhere Mengen im Harn zu Kristallbildung führen, es kommt zur Bildung von Blasensteinen, die häufig operativ entfernt werden müssen.
Betroffene Hunde sollten vorbeugend eine purinarme Diät erhalten, außerdem muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
(Quelle: laboklin)
Anmerkung: Auch durch Selektion in der Zucht; nämlich, dass zumindest ein Elternteil „frei“ ist, kann lediglich verhindert werden, dass sich Ammoniumuratsteine bilden. Unabhängig vom jeweiligen SLC –Status des Hundes („frei“, „Träger“, „betroffen“), können sich trotz alledem, alle anderen vorkommenden Arten der Blasensteine bilden.

Ellbogengelenksdysplasie (ED)

(Erbgang: polygenetisch)
Die Ellbogengelenksdysplasie ist eine Fehlentwicklung der Ellenbogengelenke. Sie umfasst im engeren Sinne der isolierte Processus anconaeus (IPA), der fragmentierte Processus coronoideus medialis der Elle (FPC), die Osteochondrosis dissecans der inneren Gelenkwalze des Oberarms (OCD), Stufenbildung zwischen Speiche (Radius) und Elle (Ulna) sowie Fehlbildungen der Gelenkflächen (Inkongruenzen).
Im weiteren Sinne kann eine umschriebene Verkalkung (Metaplasie) in den am inneren Bandhöcker der Gelenkrolle des Oberarms ansetzenden Beugesehnen und eine unvollständige Verknöcherung (inkomplette Ossifikation) der Gelenkwalze des Oberarms (IOCH) zur ED gerechnet werden.
Als Folge der Veränderungen entstehen Arthrosen mit Schmerzen und unterschiedlich stark ausgeprägter chronische Lahmheit.
Es liegt ihr eine genetische Disposition zugrunde. Aber auch durch Haltung, Bewegung und Fütterung wird sie beeinflusst.
Es gibt verschiedene Grade der ED.
ED 0 = frei
ED Grenzfall (Einstufung nur in Deutschland) = fast normal
ED 1 = gering
ED 2 = mittelgradig
ED 3 = hochgradig

Der Klub für Terrier (KfT) sieht für den Russischen Schwarzen Terrier keine Röntgenpflicht vor, trotzdem lassen wir unsere Hunde röntgenologisch untersuchen. Da auch der Russische Schwarze Terrier (RST) zu den großwüchsigen Hunden gehört.
Wir setzen nur Frei/Normal gradig eingestufte Hunde gepaart bis gering gradig eingestufte Hunde zur Zucht ein.
Gesunde Elterntiere garantieren keine gesunde Nachzucht. Das Risiko einen, an ED erkrankten Hund zu bekommen, ist auch dann gegeben.

Im Wachstum sollte darauf geachtet werden das der Hund nicht übermäßig beansprucht wird. Zu einer übermäßigen körperlichen Beanspruchung zählt auch eine zu reichhaltige Ernährung (zu hohe Gesamtenergiemenge).

 

Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks.
Alle Hunderassen können hiervon betroffen sein, wobei großwüchsige Rassen häufig darunter leiden. Es gibt verschiedene Einstufungen:

A1 und A2 = HD frei
B1 und B2 = HD Grenzfall
C1 und C2 = HD leicht
D1 und D2 = HD mittel
E1 und E2 = HD schwer

Der Klub für Terrier erlaubt die Zucht nur mit untersuchten Elterntieren. Hierzu wird der Hund im Alter von (derzeit frühestens 12 Monaten) im narkotisierten Zustand von einem hierfür zugelassenen Tierarzt geröntgt. Die Aufnahmen werden dann bei vom Gutachter des Klubs ausgewertet.
Die Auswertung erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien, z.B. Winkel.
Für die Zucht dürfen nur Tiere mit dem HD-Grad A1 bis B2 eingesetzt werden.

Nach Erkenntnissen der heutigen Forschung hat HD bzw deren Entstehung unterschiedliche Ursachen. Genetik, Umwelteinflüsse und Fütterung stehen ganz oben auf der Liste der Gründe für diese Erkrankung des Bewegungsapparates.

Gesunde Elterntiere garantieren keine gesunde Nachzucht. Das Risiko einen Hund mit HD zu bekommen ist auch dann gegeben.

Ein Hund mit HD ist nicht automatisch krank und/oder darf nicht mehr bewegt werden - im Gegenteil.
Ordentliche Bewegung, die den Muskelaufbau fördert, ist unerlässlich zur Entlastung der Knochen. Zudem gibt es noch einiges an homöopathischen Mitteln, die gegeben werden können.

 

 

 


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